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Bücher

die sich lohnen

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Hier folgt eine kleine Auswahl an Büchern, die mir besonders viel bedeuten und die ich Ihnen, auch als „Laie“, nur empfehlen kann:

  • Lori Gottlieb: Vielleicht solltest Du mal mit jemandem drüber reden (2020) 
    Die bekannte Psychotherapeutin Lori Gottlieb liefert eine brillante Hommage an den Menschen in all seinen Widersprüchlichkeiten und einen tiefbewegenden Einblick in viele Aspekte der Psychotherapie. Als sie sich selbst nach einer Trennung in Therapie begibt, ergeht es ihr ebenso wie ihren Patienten: Sie muss ihre eigenen blinden Flecken erkennen und sich verletzlich machen, um an Trauer, Scham und Schmerz wachsen zu können. Das alles liest sich unheimlich flüssig und ist spannend, ohne fachliche Hintergründe zu erfordern.
  • Erving Polster: Jedes Menschen Leben ist einen Roman wert (1987)
    Sowohl die Schriftsteller als auch die Psychotherapeuten laden uns dazu ein, das Buch des eigenen Lebens aufzuschlagen und die Wunder zu bestaunen, die es enthält. Erving Polster, einer bedeutendsten humanistischen Psychotherapeuten des 20. Jahrhunderts, zeigt in diesem Buch, wie Psychotherapeuten einen Sinn für das Drama im Leben jedes Menschen entwickeln können. Sich auf seine Erfahrung als Gestalttherapeut beziehend, beschreibt der Autor einige Wege, die die Integration der literarischen Perspektive und der psychotherapeutischen Methodik fördern. Faszinierend immer wieder, wie Polster durch waches Interesse an den bedeutsamen Geschichten und Erfahrungen der Menschen, mit denen er therapeutisch arbeitet, diese selbst zu einer echten inneren Begegnung damit führt.
  • Irvin Yalom: Die Liebe und Ihr Henker (2013)
    Irvin Yalom gilt als einer der einflussreichsten Psychotherapeuten in den USA und wurde vielfach ausgezeichnet. Seine Fachbücher, z.B. über Gruppenpsychotherapie oder die existenzielle Dimension der Psychotherapie, gelten als Klassiker. Seine Romane und Kurzgeschichten, denen er sich in späteren Jahren verstärkt widmete, wurden international zu Bestsellern. Diese Kurzgeschichtensammlung ist seine erste und mein liebstes literarisches Werk vom ihm. Alleine die Titelgeschichte ist den Erwerb des Buches wert: Als Thelma, eine über siebzigjährige Frau, zum Therapeuten kommt und ihm gesteht, dass sie heillos verliebt sei, glaubt der zunächst an eine eher harmlose Marotte. Doch sehr rasch stellt sich heraus, dass Thelma extrem suizidgefährdet ist, ihre Verzweiflung ist echt und durchaus ernst zu nehmen – sie liebt ihren früheren Therapeuten bis zur Obsession. Sowohl Yalom wie dem Leser erschließen sich nach und nach die dramatischen und ungewöhnlichen Hintergründe, die ein unkonventioneller Beitrag zur allgegenwärtigen Missbrauchs-Thematik sind und manch schablonenhaft etablierte Gewissheit zu dieser Thematik infrage stellen.
  • Elinor Greenberg: Borderline und Narzissmus (2020)
    Dieses Fachbuch der bekannten New Yorker Gestalttherapeutin beschäftigt sich auf – auch für Nicht-Therapeuten – sehr gut verständliche, praxisnahe und anschauliche Weise mit den „klassischen“ Persönlichkeitsstörungen (ihr ist der Begriff Persönlichkeitsanpassungen lieber) vom Borderline-, Narzissmus- und schizoiden Typus. Wenn Sie schon immer mal verstehen wollten, was es damit auf sich hat und wie man damit in der Therapie umgehen kann, ist dieses Buch ein heißer Tipp!
  • Matt FitzgeraldSiegen ist Kopfsache (2016)
    Mal was ganz anderes: Dieses Buch heißt im amerikanischen Original treffender „How bad do you want it?“ und taugt als eine Art fachfremde Einführung in die Mechanismen der menschlichen Motivation. Der renommierte Sportjournalist Matt Fitzgerald zeigt anhand von Erkenntnissen der Psychobiologie, wie Athleten es schaffen, dank mentaler Kraft physische Grenzen zu überwinden. Mit fesselnden Berichten aus dem Triathlon, Radsport, Laufen und Rudern. Fitzgerald erklärt die wissenschaftlichen Hintergründe der mentalen Kraft und zeigt dabei indirekt, wie jeder mentale Stärke entwickeln kann, um Herausforderungen zu überwinden – im Sport wie im Leben generell.