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Jahresgruppe für neue Leitungskräfte

in psychosozialen Tätigkeiten

im Gespräch

Neu in einer Leitungsfunktion stellen sich oft viele Fragen, die nicht so leicht zu beantworten sind. Oft fehlt es an der eigentlich notwendigen umfassenden Einarbeitung in die neue Aufgabe und Ansprechpartnern* für wichtige Fragen sind nur unzureichend vorhanden. Leitungskräfte, die zum ersten Mal leiten/führen, merken zumeist rasch, dass sich die neue Rolle in vieler Hinsicht unterscheidet: Das Verhältnis zu den Kolleginnen* ist deutlich distanzierter, sie werden nicht mehr „in alles (Informelle) einbezogen“ – und zugleich zur Projektionsfläche für Wünsche und Erwartungen, zu „dem, der es richten soll!“.

Der berühmte Pionier der Familientherapie Carl Whitaker empfahl Menschen in helfenden Berufen, eine „professionelle Kuschelgruppe“ Gleichgesinnter aufzubauen. Auch um nicht den „Partner mit dem Müll zu misshandeln, der von der Arbeit des Tages übrig ist“ (O-Ton Whitaker).

Ich habe in meiner langjährigen Leitungstätigkeit die Erfahrung gemacht, wie unterstützend eine solche kollegiale Gruppe von Menschen, die in ähnlicher Situation sind, sein kann. Nur ist es nicht immer leicht, so etwas mit Leitungskräften zu etablieren – ist es doch im „eigenen Haus“ oft problematisch, offen und unverstellt über Schwierigkeiten zu reden und mit Kolleginnen* von unmittelbaren Konkurrenten im Arbeitsfeld ist ein solcher Austausch in der Regel ebenfalls nicht möglich.

Mit dieser Jahresgruppe möchte ich einen Rahmen für kollegialen Austausch und Unterstützung anbieten. Darüber hinaus ist es möglich, zu fachlichen Themen, das Leiten und Führen betreffend, punktuell ein Handout, Impulsreferat, o.ä. zu gestalten und einzubringen. Hier sehe ich mich als Gruppenleiter zuerst in der Pflicht, es ist aber ebenso denkbar, dass das durch die Teilnehmer geschieht. Im Ergebnis entsteht ein Mix aus kollegialem Erfahrungsaustausch und Fortbildung zu Leitungsfragen.

Das Angebot der Jahresgruppe richtet sich an Fachkräfte aus allen psychosozialen Tätigkeitsfeldern, die innerhalb der letzten 2 Jahre eine Leitungsfunktion neu übernommen haben oder für die das in Zukunft absehbar ansteht. Die Anzahl der Teilnehmenden ist auf 4 Personen begrenzt (Mindestteilnehmerzahl: 3). Die Treffen sind für zunächst 12 Monate einmal pro Monat vorgesehen, am jeweils letzten Freitag im Monat, 15-17 h, in der Psychosozialen Praxis Niederrhein. Erster Termin ist der 25. Juni 2021. Die weiteren Termine: 30.07.21, 27.08.21, 24.09.21, 29.10.21, 19.11.21, 17.12.21, 28.01.22, 25.02.22, 25.03.22, 29.04.22, 27.05.22. Die Kosten belaufen sich auf 50 Euro pro Monat und Teilnehmer*. Nach Ablauf des Jahres (Mai 2022) ist eine Fortsetzung oder die Überleitung zu einer anderen Organisationsform (z.B. selbstorganisierte Treffen) denkbar.

Das Stattfinden dieses Angebotes hängt auch von der Entwicklung der Corona-Pandemie ab. Spätestens am 18. Juni 2021 erfolgt eine verbindliche Zu- oder Absage. Die Treffen werden in Präsenz begonnen. Sollte zu einem späteren Zeitpunkt die Wahrnehmung des Angebotes in Präsenz nicht mehr möglich sein, wird die Jahresgruppe mittels Videotelefonie weitergeführt.

Alle Teilnehmenden verpflichten sich zur Verschwiegenheit über alles, was sie im Rahmen der Treffen erfahren.

Anmelden können Sie sich hier (über das Kontaktformular oder per Mail). Möglich ist auch ein (kostenfreies) Vorgespräch unter vier Augen.

 

*Gemeint sind ebenso weibliche, männliche wie Personen diversen Geschlechts